
Das Werk “MKQ” bildet eine Brücke zwischen zwei meiner prägenden Stilen. Es verbindet das ARTmoney-Projekt mit den Pixelbildern.
“MKQ” basiert auf einer Abbildung des zehn D-Mark Scheines mit dem Portrait von Karl Friedrich Gauß. Der große deutsche Mathematiker entdeckt die Methode der kleinsten Quadrate (MKQ), nach der dieses Werk benannt ist.
Kleinste Quadrate, wie ich sie mag und sie verstehe, sind die Grundlage meiner digitalen Bilder. Für Gauß war die Methode der kleinsten Quadrate, eine Methode zur Ausgleichungsrechnung.
Ich habe meine konzeptionelle Methode der Negativumkehrung entsprechend des anlogen Ursprungsverfahrens und die der Bildauflösungsreduzierung angewandt, um das Motiv zu erzeugen. – Die kleinsten Quadrate, die notwendig sind, das Motiv erkennbar zu halten, sind meine visuelle Methode der Ausgleichungsrechnung.
Zur Mathematik habe ich ein schwieriges Verhältnis. Mein Denken ist anders. Ich fand nie den richtigen Zugang zu ihr. Doch sie fasziniert mich!
Mathematik erinnert mich an quälende Auseinandersetzungen mit Menschen, die nicht verstehen konnten, warum ich es nicht verstehe.
Leider habe ich mich Zeit meines Lebens gegen die Mathematik widersetzt. Oder galt mein Widerstand den diese vermittelnden Autoritäten (Erziehungsberechtige, Lehrer)?